Rheinbachs CDU-Vorstand räumt auf

16.03.2019

Im Rahmen der Europäischen Reinigungswoche, an der sich die Stadt Rheinbach wie alle Gemeinden im Rhein-Sieg Kreis beteiligt, hatte sich der Vorstand der CDU zum  Müll-Sammeln an der ehemaligen Realschule verabredet. Cheforganisator Joachim Schneider stattete die fast vollzählig angetretene Mannschaft mit Müllsäcken und Greifzangen aus. Dann schwärmte die Truppe in Zweiergruppen aus. Das Ergebnis war beeindruckend. Der Vorstand fragte sich jedoch, ob er dies rückhaltlos als Erfolg bezeichnen sollte. Vorsitzender Markus Pütz war nicht ohne Sorge: „Wir müssen aufpassen, dass unsere Reinigungsaktion nicht als Ermutigung für achtlose Umweltsünder verstanden wird. Nach dem Motto weg damit, einer kommt ja der es aufsammelt.“

Einig waren sich aber alle Beteiligten, dass diese Reinigungsaktion irgendwie zwingend erforderlich war. Pressesprecher Karl Krakow, im Team mit Dr. med. Oliver Funken, zeigte sich verständnislos: „Wenn man die Vermüllung des Eingangsbereichs unseres Soldatenfriedhofs und rund um das Ehrenmal im Stadtpark gesehen hat kann man sich nur fassungslos fragen, wie respektlos und ehrlos man als Rheinbacher Bürger nur sein kann?“

Im Endeffekt war das Aufräumergebnis aber bemerkenswert. 14 große blaue Müllsäcke waren nach 1½ Stunden voll. Vorsitzender Pütz hatte, bis zu den Knien im Gräbbach, einen intakten Volleyball und eine Radkappe geborgen. Ein echtes Beutestück war ein noch fahrtüchtiger Einkaufswagen, bei dem aber das Kettenschloss und der Name des Marktes abmontiert waren. Die Bereiche um die Gesamtschule, Glasfachschule, Glaspavillon, Villeneuver Straße inklusive der Parkplätze, Soldatenfriedhof und Stadtpark inklusive Ehrenmal bis hin zum Gräbbach wurden „lupenrein“ aufgeräumt.

Resümee von Joachim Schneider: „Wir hoffen, dass wir mit unserem Einsatz helfen konnten, Rheinbach wieder ein wenig liebenswerter zu machen.“