Position des CDU-Stadtverbands zur Erschließung des Pallotti-Quartiers

Position des CDU-Stadtverbands zur Erschließung des Pallotti-Quartiers
26.04.2019

„Position des CDU-Stadtverbands zur Erschließung des Pallotti-Quartiers einschließlich des bereits im Besitz der Stadt befindlichen Geländes „Alte Gärtnerei“ “
Stellungnahme des Vorstands des CDU-Stadtverbands Rheinbach zur Erschließung des Pallotti-Areals.
1. Der CDU-Vorstand begrüßt ausdrücklich die Initiative, ein Facharztzentrum für Kinder- und Jugendmedizin in Rheinbach zu errichten. Ein solches Zentrum ist für die zukünftige Entwicklung und die Sicherstellung der medizinischen Versorgung wichtig.
Um den richtigen Standort in Rheinbach zu finden, der auch über Erweiterungspotenzial verfügt, sollte vor einer verbindlichen Entscheidung zunächst ein aktuelles und umfassendes Verkehrsgutachten erstellt und bewertet werden.
2. Die weitere Entwicklung des Pallotti-Areals soll auf Grundlage des Masterplans Innenstadt und der strategischen Ziele der Stadtentwicklung („Rheinbach 2030“) erfolgen. Das bedeutet, dass für das Areal vor allem Wohnbebauung in Form vertretbarer urbaner Verdichtung vorzusehen ist, angepasst und orientiert an der Umgebungsbebauung von außen nach innen in der Höhe wachsend. Dabei sind bis zu 3 Vollgeschosse anzustreben, um ein Einfügen in die bestehende Umgebungsbebauung zu gewährleisten.
Der CDU-Vorstand sieht als vorrangig die Schaffung von barrierefreiem Wohnraum für alle Generationen an, bevorzugt als Stadtvillen (Mehrfamilienhäuser) und ergänzt um eine Seniorenresidenz. In der Übergangszone zwischen Alt- und Neubebauung ist Wohnraum für „junge“ Familien in modernen Bauformen mit einem Flächenanteil von ca. 20 % bezogen auf die Gesamtfläche vorzusehen.
3. Das Areal einschließlich der im Besitz der Stadt befindlichen Flächen ist als Ganzes zu beplanen und zu entwickeln. Teilentwicklungen sind im Rahmen eines Gesamtkonzeptes vorzusehen.
4. Das zu erstellende Verkehrsgutachten soll alle potenziellen Entwicklungen auf dem Areal betrachten, bewerten und Aussagen zu einer verträglichen Nutzung treffen. Darauf basierend ist ein alle Belange berücksichtigendes Verkehrskonzept für das Areal zu entwickeln.
Aspekte, die aus Sicht des CDU-Vorstandes im Verkehrsgutachten und im anschließenden Verkehrskonzept betrachtet werden müssen, sind:
 Die Pallottistraße allein reicht zur Erschließung nicht aus, da die Einmündung Am Voigtstor/ Koblenzer Straße nicht leistungsfähig ist. Es ist eine Erschließung auf mehreren Achsen unter Einbeziehung der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur und gegebenenfalls deren Erweiterung vorzusehen. Neben den im Masterplan Innenstadt vorgeschlagenen vier Achsen bietet sich insbesondere ein Einbahnverkehr (zwei Achsen ein- und zwei Achsen herausführend) an.
 Es sind unterirdische Parkmöglichkeiten so zu gestalten, dass oberirdisch ein weitgehend autofreies Quartier entsteht.
 Für alle Wohnungen sind witterungsgeschützte Fahrradabstellmöglichkeiten inklusive der Möglichkeit der Aufladung von E-Bikes vorzusehen.
 Das Gelände muss durchgängig für Fußgänger und Radfahrer erschlossen werden und die Interessen aller Verkehrsteilnehmer müssen gleichwertig berücksichtigt werden (Kfz-Verkehr, Radverkehr und Fußgängerverkehr.
 Das Verkehrskonzept muss anschlussfähig an ein Gesamtverkehrskonzept für Rheinbach sein.
5. Als Teil der Idee einer Modellstadt Rheinbach hat das Verkehrskonzept neue Mobilitätskonzepte unter Einbeziehung eines Carsharing-Konzepts und der Elektromobilität vorzusehen. Dabei sind auch zukünftige Trends der Arbeits-, Lebens- und Einkaufsgewohnheiten zu berücksichtigen. Die Anbindung an den ÖPNV ist mittels (autonom fahrender) Elektrobusse sowohl zum Bahnhof als auch zum Haltepunkt Römerkanal mit weiteren Haltepunkten u.a. an den Märkten vorzusehen.
6. Bei der Entwicklung sind die Flächen für den Schulraumbedarf, die Sporthalle und die Kirchen zu erhalten. Auch der Bestand des Schützenhauses ist zu gewährleisten. Darüber hinaus erwartet der CDU-Vorstand, dass zusätzliche Schutzmaßnahmen zugunsten des Betriebs des Schützenvereins ergriffen werden, um das zu Rheinbach gehörende und gelebte Brauchtum in unserer Mitte zu erhalten.
Die CDU lädt interessierte Bürger ein, gemeinsam mit dem CDU-Vorstand im Rahmen der Kompetenzteamsitzungen offen über die weitere Verkehrs- und Wohnentwicklung Rheinbachs und der Ortschaften zu beraten und zu diskutieren, um die besten Wege für die weitere Entwicklung Rheinbachs und der Ortschaften für die nächsten Jahrzehnte im Sinne seiner Bürgerinnen und Bürger zu finden.